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Botswana im Aufwind

Text und Fotos (ohne Bildunterschriften): Sonja Roschy, Reisezeit Herbst 2025

Unsere Herbstreise 2025 führt uns zwischen Oktober und November unter anderem nach Simbabwe, wo wir zuletzt vor circa zehn Jahren waren, als das Land vollkommen heruntergewirtschaftet war. Selbst Tomaten und Zwiebeln gab es damals am Straßenrand nicht zu kaufen, weil die Bevölkerung alles selbst zum Überleben brauchte.

Nun sind wir sind positiv überrascht, es hat sich vieles zum Besseren gewendet. Es gibt große Supermärkte mit reichhaltigem Angebot und auch auf den Märkten gibt es wieder alles. Außerdem wurde von der Regierung das Motto ausgegeben, Touristen gut zu behandeln, die bringen nämlich Geld ins Land. Das macht sich schon bei der Einreise beim einst berüchtigten Grenzübergang Beitbridge (von Südafrika kommend, Anm. d. Red.) bemerkbar. Kostete uns diese Grenze damals ziemlich Nerven, weil ein extrem langwieriges Prozedere zu überstehen war (unter vier Stunden ging gar nichts, man wurde gegängelt, sollte bestechen …), so sind wir jetzt in zwei Stunden durch. Das klappt mit Hilfe einer jungen Dame von der Tourist-Information, deren Ziel es ist, uns unter zwei Stunden durchzubringen. Sie hilft bei der Online Anmeldung, die im Vorfeld natürlich nicht geklappt hatte. Da der Computer Norberts Reisepass nicht mehr akzeptieren wollte, änderte sie kurzerhand eine Nummer – und oh Wunder, es geht. Danach ändert der Beamte an der nächsten Stelle die Nummer wieder zurück, alles perfekt. Das Beste: am Zoll schiebt sie uns quasi vorbei ohne jede Kontrolle, sie zeigt stolz auf ihre Uhr und sagt: »Under two hours!«

Straßenkontrollen der Polizei gibt es immer noch, wir aber werden aber sofort durchgewunken – welch unbeschwertes Unterwegssein. Nur die Beamten um Victoria Falls herum sind korrupt wie gehabt.

Ein Highlight ist für uns der Gonarezhou-Nationalpark. Dieser grenzt im Osten an Mosambik und im Süden an den Kruger-Nationalpark in Südafrika, stellt somit quasi die nördliche Verlängerung des Kruger dar. Die Landschaft ist fantastisch, es gibt wieder sehr viele Tiere (damals war der Park »leer gegessen«) und die Camps im Park sind sehr gepflegt. Zudem passt das Preis-Leistungsverhältnis.

Das gleiche gilt für den Matusadona-Park am Kariba-See im Nordwesten von Simbabwe. Die Dörfer dort sind noch so wie wir sie kannten und auch manche Straße ist eine Schlaglochpiste mit Wellblechcharakter, aber immerhin gibt es überall Schulen. Das lässt für die Zukunft hoffen.

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